{"id":1,"date":"2018-06-20T16:41:32","date_gmt":"2018-06-20T16:41:32","guid":{"rendered":"https:\/\/barbara-proksch.com\/?p=1"},"modified":"2018-07-04T11:14:34","modified_gmt":"2018-07-04T11:14:34","slug":"hello-world","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/barbara-proksch.com\/?p=1","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<div class=\"\">\n<p class=\"paragraph_style_2\">\u201e&#8230;die K\u00fcnstlerin macht sich zum Sachverwalter von Zeit und Verg\u00e4nglichkeit. So ruhig wie intensiv, so unscheinbar wie eindringlich wirken die Arbeiten von Barbara Proksch. Sie beharren nachhaltig auf Erinnerung. Es ist ein Erinnern, das Poetisches hervorruft, weil es die in den Dingen bewahrte Zeit an die Oberfl\u00e4che bringt. <span class=\"style_1\">Zeichen, Schrift, Alphabete, Geschriebenes sind Dauerreize. <\/span><span class=\"style_1\">Im Geschriebenen wird Sprache fixiert und das Zeichen zum Bild. <\/span><span class=\"style_1\">Die K\u00fcnstlerin &#8222;h\u00f6rt&#8220; in das Geschriebene hinein und l\u00e4sst es <\/span><span class=\"style_1\">in der Erinnerung wieder pr\u00e4sent werden. Wenn sie bei ihren <\/span><span class=\"style_1\">Klang-performances Papiere durchl\u00f6chert, zerhackt und neben dem Licht, <\/span><span class=\"style_1\">das sie dadurch dem Blatt erschliesst, auch die kratzenden, schabenden T<\/span><span class=\"style_1\">\u00f6ne dem Kunstwerk beimisst, l\u00e4sst sie Zeichen zu T\u00f6nen werden <\/span><span class=\"style_1\">und h\u00e4lt ihre Spuren fest.<br \/>\n<\/span>In den opto-phonen Klangzeichen, wie sie es nennt, den destruktiv-konstruktiv zeichnerischen Prozessen, die \u00fcber am Papier installierte Mikrophone akustisch verst\u00e4rkt werden und ihre Spuren im Papier als visuell interpretierbare Lautschrift hinterlassen, vernetzt sie Sprache und Schrift zu Bild und Klang und f\u00fchrt einen Dialog zwischen Auge und Ohr.<br \/>\nDas Papier wird zu einem Resonanzk\u00f6rper und zum Lichtspeicher. Der Ton gibt der Hand die Richtung an. \u201e Ich lerne sehen, was ich nur zu h\u00f6ren gelernt habe und ich lerne h\u00f6ren, was ich nur zu sehen gelernt habe\u201c, beschreibt die K\u00fcnstlerin den Prozess. Der Rest ist Schweigen, sozusagen, und lebt als fragile Zeichenstruktur im Papier fort.\u201c<br \/>\nInes Kohl<br \/>\nStraubinger Tagblatt \u201eMit den Augen h\u00f6ren, mit den Ohren sehen\u201c, 22.03. 2006<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>V\u00d6LKERWANDERUNGEN<\/p>\n<div class=\"\">\n<p><span class=\"style\">\u201e<\/span>In den V\u00f6lkerwanderungen von Barbara Proksch bewegen sich Schemen, Archetypen durch Bildr\u00e4ume. Sie erinnern an menschliche Gestalten, verpackt, verschn\u00fcrt, aufrecht und geb\u00fcckt. Ein spiralf\u00f6rmiger Zug auf einer Metalls\u00e4ule endlos nach oben wandernd, sich windend und geschoben.<br \/>\nDer Zug wird zu einer Chiffre f\u00fcr die st\u00e4ndig sich vermehrende Kette von Menschen, die um die Erde wandern zu unbekannten Orten. Ein Mahnmal menschlicher Gebrechlichkeit und W\u00fcrde &#8211; oder auch eine Siegess\u00e4ule.<br \/>\nWer die Arbeit von Barbara Proksch als journalistische Zeitbindung versteht und das Thema lediglich auf Aktualit\u00e4t bezieht, irrt. Diese V\u00f6lkerwanderung sind eine Erscheinung der Ewigkeit, die Metapher aller Existenz, im Wandel, verwandeln und aufl\u00f6sen.<br \/>\nHeraus geholt aus geschichtsbeladenem Boden, St\u00e4tten alter Grablegung in Verbindung mit aktuellem Geschehen lassen diese Wandernden in Struktur und Rhythmus, zu Schriftz\u00fcgen mutieren &#8211; formen sich chiffrenhaft zu einer zeitbindenden und zeit\u00fcberbr\u00fcckenden Aussage gegen Vergessen &#8211; Erinnerung einfordernd.<br \/>\nJedes menschliche Leben &#8211; ein Buchstabe im Schriftzug der Geschichte.\u201c<br \/>\nIngrid H. Helmke<br \/>\nProduzentengalerie Passau 1993<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Faszinosum ERDE \u2013 Faszinosum SCHRIFT<\/span><\/p>\n<p>\u201eaus diesen zwei Bereichen lebt die Arbeit von Barbara Proksch\u2026Ein Fundst\u00fcck, eine Hacke, wird \u201epers\u00f6nlich\u201c bedeutend\u2026wird als Grabungsmittel abstrakt, wird zum Zeichen unseres gebundenen Daseins\u2026 Es entsteht eine Geheimsprache, deren Chiffren auf dem Papier, dem Karton, der Folie in rhythmischen R\u00e4umen erscheinen\u2026 In Bezug auf ihre Arbeiten hat Barbara Proksch den Begriff \u201eKapselfig\u00fcrlichkeit\u201c gepr\u00e4gt\u2026als an menschliche K\u00f6rper erinnernde Formen, in Bandagen verschlungen, abgelegt oder als Kostbares zu sichern in Kammern \u2026 multipliziert und geschichtet, nebeneinander und \u00fcbereinander werden die Inhalte jeder Festlegung und Eindeutigkeit enthoben\u2026 Linear nebeneinander geordnet, erscheinen sie wie Rhythmik strenger Musik, wie die Zeichensprache einer fremdartigen musikalischen Struktur. \u2026zahlenartige und abstrakte Zeichen weisen auf Verborgenes. Multipliziert und geschichtet, nebeneinander und \u00fcbereinander, werden Inhalte in der k\u00fcnstlerischen Darstellung jeder Festlegung und Eindeutigkeit enthoben. Barbara Prokschs Zeichen sind Verschl\u00fcsselungen und Aufschl\u00fcsselungen zugleich. Sie sind literarisch und bildnerisch interpretierbar, und machen deutlich, dass jeder Gegenstand seine eigene Spiritualit\u00e4t entwickelt, losgel\u00f6st von der ihm zugeordneten Eigenschaft.<br \/>\n\u2026wenn die Figuren sich aus der Bandagierung l\u00f6sen und aufrichten, zeigen sie, dass sie die Kraft haben sich aufrecht zu halten. Sie schreiten. Sie k\u00f6nnen Kultfiguren sein. Sie k\u00f6nnen die Nahtstelle zu unserer Zeit markieren. Denn sie wecken schemenhaft auch Bilder von Wandernden, von V\u00f6lkerwanderungen, von Z\u00fcgen Fl\u00fcchtender.\u201c<br \/>\nIngrid H. Helmke<br \/>\n<span class=\"style\">VALDIVIA, Katalog, Frauenmuseum, Bonn 1993<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/klUULvRCqqk?rel=0\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Kurzer Bericht \u00fcber Barbara Proksch auf Donau TV, anl\u00e4\u00dflich einer OPTO_PHON Performance.<br \/>\nMit freundlicher Genehmigung von Donau TV<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/eGJ8-Gq2a7k?rel=0\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><br \/>\nInterview anl\u00e4\u00dflich der Verleihung des Kulturpreises der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung f\u00fcr Bildende Kunst, 2007 in Straubing.<br \/>\nMit freundlicher Genehmigung von TVA &#8211; Fernsehen f\u00fcr Ostbayern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e&#8230;die K\u00fcnstlerin macht sich zum Sachverwalter von Zeit und Verg\u00e4nglichkeit. So ruhig wie intensiv, so unscheinbar wie eindringlich wirken die Arbeiten von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":386,"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions\/386"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/barbara-proksch.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}